Das Sanktionskomitee des Sicherheitsrates verhängte UN-Sanktionen im Zusammenhang mit Nordkoreas zweitem Atomtest gegen jeweils fünf Unternehmen und Personen.

Zu den Firmen, die wegen ihrer Verbindung zu Pjöngjangs Nuklearprogramm von dem Beschluss betroffen sind, gehört auch das Unternehmen Hong Kong Electronics mit Sitz in Iran. Es soll Millionen von Dollar für das atomare Programm nach Nordkorea transferiert haben, heißt es in einer Erklärung des Sanktionskomitees des Sicherheitsrates.

Außer Hong Kong Electronics haben alle betroffenen Unternehmen ihren Sitz in Nordkorea. Es handelt sich um die drei Handelsunternehmen Namchongang Trading Corporation, Korea Hyoksin Trading Corporation und Korean Tangun Trading Corporation sowie das für Nordkoreas Nuklearentwicklung zuständige General Bureau of Atomic Energy.

Alle fünf Personen stammen aus Nordkorea. Die grundsätzlich schon im Juni beschlossenen Strafmaßnahmen sehen strikte Handels- und Reisebeschränkungen für die Betroffenen vor. Außerdem sind die 192 UN-Mitgliedsstaaten verpflichtet, alle Konten der genannten Firmen und Personen in ihrem Land zu sperren.

Mit den Sanktionen hatte das höchste UN-Gremium auf Pjöngjangs Atomtest am 25. Mai und eine Reihe weiterer Provokationen reagiert.

Die völkerrechtlich bindende Resolution verschärft die bisherigen Sanktionen gegen das kommunistische Land. Diese wurden im Jahr 2006 nach dem ersten Atomtest verhängt. Danach dürfen weltweit weder Banken noch Kreditinstitute Nordkorea Gelder gewähren. Eine Ausnahme besteht, wenn die Mittel der Bevölkerung in Form von humanitärer Hilfe oder Entwicklungshilfe zugute kommen.

In den nächsten Wochen will der Sicherheitsrat nach weiteren Unternehmen und Personen suchen, die Nordkoreas Nuklearprogramm aktiv unterstützen. Dann werden die Sanktionen gegebenenfalls auch auf sie ausgeweitet.