Trotz der Aufhebung des Sendeverbots würden rechtliche Schritte gegen al-Dschasira eingeleitet, sagte Ministerpräsident Salam Fajjad. Die Palästinenser werfen dem Sender anhaltende Hetze gegen die Regierung von Präsident Mahmud Abbas vor.

Al-Dschasira hatte am Mittwoch seine Redaktionsräume in der Stadt Ramallah schließen müssen. Die Regierung begründete das Sendeverbot damit, der Kanal habe Lügen über Abbas verbreitet und damit die Öffentlichkeit gegen diesen aufgebracht.

Insbesondere ging es um einen Bericht, in dem al-Dschasira ein führendes Mitglied der von Abbas geführten Fatah-Bewegung zitiert hatte. Demnach habe sich der Palästinenser-Präsident 2003 mit Israel verschworen, um seinen Vorgänger Jassir Arafat zu töten. Arafat war 2004 in einer Pariser Klinik nach einer schweren Erkrankung gestorben.