Der frühere peruanische Präsident Alberto Fujimori ist in einem Korruptionsprozess zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Fujimori, dem noch weitere Korruptionsprozesse bevorstehen, muss außerdem dem Staat umgerechnet rund 700.000 Euro an Reparation zahlen. Er hatte seinem Berater Vladimiro Montesinos im Jahre 2000 umgerechnet etwa elf Millionen Euro aus dem Verteidigungsetat gezahlt und dies als Entschädigung deklariert.

Fujimori hatte während des Prozesses die Transaktion zugegeben. Er bekräftigte allerdings, dies getan zu haben, um einen Staatsstreich zu vermeiden. Die Staatsanwaltschaft sah es als erwiesen an, dass Fujimori sich das Schweigen von Montesinos erkauft habe. Dieser sei mit sämtlichen Vorgängen der Fujimori-Regierung bestens vertraut gewesen.

Der frühere Präsident ist bereits in einem früheren Verfahren wegen Hausfriedensbruchs zu sechs Jahren und in einem anderen in erster Instanz wegen Mordes und Entführung zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. In dem kommenden Monaten muss sich der 71-Jährige außerdem wegen weiterer Korruptions- und Bestechungsvorwürfe vor Gericht verantworten.