Für die finanziell angeschlagene private Universität in Bruchsal fällt zumindest das Land als Retter aus. Für die International University (IU) ständen keine Landesmittel zur Verfügung, sagte ein Sprecher des Wissenschaftsministeriums. Ein Weiterbestehen erfordere ein tragfähiges akademisches und wirtschaftliches Konzept. Ein IU-Sprecher wollte sich dazu nicht äußern.

Nach wie vor ist unklar, ob der Ausstieg des Noch-Betreibers Educationtrend auch das Aus für die Hochschule vor den Toren Karlsruhes bedeutet. Das Hamburger Unternehmen will sich nach früheren Angaben aus der IU zurückziehen und berät seit Wochen über eine Schließung der Hochschule.

Die IU war auf Initiative von Unternehmen und mit staatlichen Zuschüssen als Eliteschmiede entstanden, in den vergangenen Jahren aber immer wieder in finanziellen Schwierigkeiten geraten. Educationtrend hatte die Hochschule erst vor zwei Jahren mit einer millionenschweren Finanzspritze vor der Schließung bewahrt.

Die rund 200 Studenten der IU hoffen unterdessen auf eine erfolgreiche Übernahme ihrer Universität durch Professoren. Dieses Konzept soll ermöglichen, dass drei Professoren der IU die Hochschule leiten und dabei von der lokalen Wirtschaft unterstützt werden.

Im letzten Jahr konnte eine private Universität in Witten-Herdecke durch Sponsoren gerettet werden. Private und öffentliche Investoren stellten die nötigen Mittel bereit, um die Universität vor der Insolvenz zu bewahren.