Der Grand Prix in Valencia am 23. August und das Rennen im belgischen Spa am 30. August werden voraussichtlich ohne Felipe Massa stattfinden. Nach ersten ärztlichen Diagnosen muss der Vize-Weltmeister mindestens sechs Wochen pausieren.

Massa war am Samstag beim zweiten Qualifikationsdurchgang beim Großen Preis von Ungarn von einer etwa 800 Gramm schweren umherfliegenden Stahlfeder am Helm getroffen und verletzt worden. Die Metallspirale hatte sich vom Zentraldämpfer an Rubens Barrichellos Brawn-Mercedes gelöst. Zu dem Zeitpunkt war der Ferrari des Brasilianers etwa 240 Stundenkilometer schnell. Offensichtlich stark benommen oder gar bewusstlos, drückte der Pilot gleichzeitig das Brems- und das Gaspedal und raste mit etwa 190 km/h in eine Reifenbarriere.

Der gesundheitliche Zustand Massas sei nun aber stabil, sagte Ferrari-Sprecher Luca Colajanni: "Es gab keine Komplikationen." Familienangehörige teilten mit, Massa habe "eine ruhige Nacht" im Militärhospital in Budapest verbracht. Am Nachmittag soll eine weitere Computertomographie neue Erkenntnisse bringen.

Der Formel-1-Fahrer wird derzeit noch im künstlichen Koma gehalten. Sein persönlicher Arzt Dino Altmann, der mit der Familie des 28-Jährigen unmittelbar nach dem Unfall von Brasilien nach Ungarn geflogen war, sagte, Massa werde zunächst mit kurzen wachen Augenblicken beginnen. "Danach werden diese Zeitabschnitte ausgedehnt."

Altmann, der auch zuständiger medizinischer Direktor für den Großen Preis der Formel 1 in Brasilien ist, hatte am Sonntag betont, dass der Zustand Massas ernst sei. Er schwebe aber nicht in Lebensgefahr und habe keine Verletzung des Hirngewebes davongetragen. Der behandelnde Neurologe hatte ihm mitgeteilt, dass Massa eine kleine Schwellung im Hirn-Nervengewebe erlitten habe. Es handele sich aber nicht um ein Hämatom oder gar eine Verletzung.