Aktivitäten im Einzelhandel haben Microsoft im Zusammenhang mit Windows 7 zuletzt Negativschlagzeilen beschert. Trotzdem glaubt das Unternehmen, für den Erfolg im Massenmarkt eigene Läden betreiben zu müssen – Tür an Tür mit Apple. Jetzt sind Konzepte für die MS-Stores im Internet aufgetaucht.

Die ganze Wand besteht aus einem riesigen Bildschirm, an Surface-Tischen stehen Menschen und bewegen Objekte mit wenigen Handbewegungen. An der "Answers Bar" erklärt ein Microsoft-Fachmann, warum Windows 7 ständig auf dem Rechner eines hilfesuchenden Kunden abstürzt. Und im Hintergrund findet ein Tanzwettbewerb mit Project Natal und der Xbox 360 statt: So ungefähr stellen sich das Beratungsunternehmen Lippicott und Microsoft laut Unterlagen auf Gizmodo.com die Geschäfte vor, die Microsoft ab Herbst 2009 in den USA eröffnen möchte.

Laut dem zuständigen Microsoft-Manager Kevin Turner sollen die Läden so nah wie möglich an den Stores von Apple eröffnet werden. Absicht ist wohl, möglichst viel Mac-Laufkundschaft an die eigenen Kassen zu locken. Allerdings dürfte das "Tür an Tür"-Ziel nicht ganz einfach zu erreichen sein – in der Nähe des riesigen Apple-Flagship-Store an der 5th Avenue in New York beispielsweise dürfte kaum geeigneter Raum vorhanden sein. Machbar scheint es in anderen großen US-Städten wie Los Angeles oder San Francisco.

Der Fokus der MS-Läden soll auf Windows 7, der Xbox 360 und später dann auf dem Bewegungssteuerungssystem Project Natal, auf dem Windows Media Center und Surface sowie auf Windows Mobile liegen.

Microsoft hat inzwischen bestätigt, dass die auf der US-Site Gizmondo veröffentlichte Konzepte und Grafiken über die im Februar 2009 angekündigten MS-Stores echt sind. Allerdings hat das Unternehmen darauf hingewiesen, dass die Überlegungen aus einer frühen Phase des Projekts stammen und noch keine finalen Entscheidungen gefallen sind.

Der Text erschien bei golem.de