Mit diesem Ziel hat Obama eine zweitägiges gemeinsames Strategie- und Wirtschaftsforum in Washington eröffnet. Die US-Delegation wird von Außenministerin Hillary Clinton und Finanzminister Timothy Geithner geleitet, die chinesische von Vizeregierungschef Wang Qishan. Es wird erwartet, dass die Wirtschaft bei dem Treffen stark im Vordergrund stehen wird.

Konkret drang Obama insbesondere auf Schritte zur Stärkung der Nachfrage in China und damit zur Verringerung der Abhängigkeit von Exporten. "Wenn Amerikaner mehr sparen und Chinesen in der Lage sind mehr auszugeben, können wir Wachstum auf eine dauerhaftere Basis stellen", betonte er. Im Umweltbereich hob Obama hervor, dass die USA und China die größten Energieverbraucher der Welt und zugleich die Länder mit dem größten Ausstoß von Treibhausgasen seien. Obama warb für gemeinsame Anstrengungen zur Begrenzung der CO2-Emissionen und für verstärkte gemeinsame Bemühungen bei der Entwicklung sauberer Energien.

Obama räumte ein, dass beiden Staaten nicht in jeder Frage übereinstimmen könnten. "Aber das macht Dialog umso wichtiger – so dass wir uns gegenseitig besser kennenlernen und unsere Bedenken mit Offenheit kommunizieren." In diesem Zusammenhang rief der Präsident indirekt zur Achtung der Menschenrechte in China auf. Er hob die amerikanische "starke" Überzeugung hervor, dass alle Religionen und Kulturen respektiert und geschützt und alle Menschen ihre Meinung frei äußern können müssten.

Ferner verwies er auf ein gemeinsames Interesse beider Staaten an einer Nichtweiterverbreitung von nuklearen Waffen. Deshalb müsse die amerikanisch-chinesische Zusammenarbeit beim Bemühen um eine Einstellung des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms fortgesetzt und weiter gemeinsam darauf hingewirkt werden, dass der Iran nicht in den Besitz solcher Waffen komme.