Trotz all der Missstände ist ein Fortfahren mit den Wahlen immer noch die beste Alternative. 41 Präsidentschaftskandidaten und über 3000 Anwärter für die Provinzwahlen zeugen vom ununterbrochenen Interesse für den demokratischen Prozess.

Den Wahlerfolg entscheidet am Ende die afghanische Bevölkerung. Nur wenn sie sicher davon ausgehen kann, dass ihre Stimme tatsächlich zählt und einen Unterschied machen wird, kann sie zum Wählen ermutigt werden. Entsteht jedoch der Eindruck, die Wahlen seien unfair abgehalten worden, könnte es zu potenziellen Spannungen kommen. Das würde den ohnehin schwachen afghanischen Staat weiter destabilisieren.

Samina Ahmed ist Projektleiterin des Süd Asien Programms von International Crisis Group