Politikexperten sahen in Abbas' Erklärung eine Relativierung von Äußerungen auf dem Parteitag, wo er Widerstand gegen die israelische Besetzung des Westjordanlands als Option bezeichnet hatte. Als mögliche Form des Widerstandes hatte er zivilen Ungehorsam genannt.

Die USA und Israel hatten verärgert auf die Äußerungen des Palästinenser-Präsidenten reagiert. Dem wolle Abbas mit seinem Dialog-Bekenntnis entgegenwirken, hieß es im Kreis von Politikexperten.

Der ägyptische Präsident Hosni Mubarak schloss derweil eine schnelle Normalisierung des Verhältnisses arabischer Länder zu Israel aus. Zunächst müsse es eine Friedensregelung geben, sagte Mubarak in einem Interview der staatlich kontrollierten Zeitung Al-Ahram. Erst danach würden die arabischen Staaten Israel anerkennen. Wenn Israel den Siedlungsbau stoppe und die Friedensverhandlungen mit den Palästinensern wiederaufnehme, könnten einige arabische Länder eine Wiedereröffnung ihrer Handelsvertretungen in Israel erwägen.