Das Unglück ereignete sich im sibirischen Sajano-Schuschenskaja. Dort ist nach Angaben der Agentur Interfax, die einen Sprecher des Katatstrophenschutzes zitierte, Wasser eines nahe gelegenen Stausees in die Anlage  eingedrungen. Daraufhin sind eine Mauer des Kraftwerks sowie Teile des Daches eingestürzt. Die Ursache dafür ist noch unklar. Auch zehn Stunden nach der Detonation wurden noch mehr als 60 Menschen vermisst.

Laut Betreiberfirma RusHydro ist das Kraftwerk nun abgeschaltet. Gefahr für die Bevölkerung bestehe nicht. Die Reparatur der Anlage, die vor allem ein nahes Aluminiumwerk mit Strom versorgt, werde mehrere Wochen dauern.

Auf dem rund 320 Kilometer langen Sajano-Schuschensker Stausee bildete sich infolge des Unfalls ein großer Ölteppich. Eine Gefahr für die Umwelt bestehe nach Angaben der örtlichen Behörden aber nicht. Regierungschef Wladimir Putin veranlasste dennoch eine Untersuchung.