Hunderte Lastwagen hatten sich zuvor an dem Grenzübergang in der südwestpakistanischen Provinz Baluchistan gestaut, da afghanische Fahrer die Strecke aus Protest gegen verschärfte Grenzkontrollen blockiert hatten.

Extremisten hätten am Sonntagabend vermutlich einen Sprengsatz an einem der Tanklastwagen ferngezündet und damit die Explosion ausgelöst, wie die Polizei mitteilte. Das Feuer erfasste rund 25 Öltanker und Lastwagen. Die meisten Lastwagen hatten gepanzerte Fahrzeuge für ausländische Truppen in Afghanistan geladen.

Eine verkohlte Leiche, vermutlich der Fahrer eines Öltankers, sei gefunden worden. Nach dem Anschlag kam es zu einem Feuergefecht zwischen den Extremisten und pakistanischen Sicherheitskräften bei dem mindestens ein Soldat verwundet worden sein soll. Augenzeugen berichteten, die Rebellen hätten auf Motorrädern angegriffen und den Konvoi auch mit einem Granatwerfer attackiert.

Chaman ist einer von zwei pakistanischen Grenzübergängen, über den die Nato ihre Truppen in Afghanistan mit Lebensmitteln, Munition und Treibstoff versorgt. Das US-Militär lässt etwa 75 Prozent seiner Nachschublieferungen für die Truppen in Afghanistan über Pakistan transportieren.

Die Strecke durch Chaman ist die wichtigste nach der Route über den Khyber-Pass im Nordosten Pakistans. Vor allem über den Khyber-Pass werden die Konvois immer wieder von Aufständischen angegriffen.

Um die gefährlichen Strecken durch Pakistan zu umgehen, wird auch eine Versorgungsroute durch das Einsatzgebiet der Bundeswehr in Nordafghanistan genutzt. Doch auch auf dieser Route ist es nach Angaben der Bundeswehr bereits zu Angriffen der Taliban gekommen.