Christian Eichler findet in der FAZ viele Worte für die Fußballkunst des Bayern-Einkaufs:  "Arjen Robben ist am Ball ein Ereignis. Ein Tempodribbler; ein Turbolader fürs Team; ein Teilchenbeschleuniger für das physikalische System Fußball." Während die Medien den Begriff ‚Robbery‘ (Breitnigge) prägen, bleibe unklar, ob der französische Teil dieses Duos überhaupt über den heutigen Tag hinaus bei Bayern angestellt sein wird. Beim Robben hingegen sei es egal, wo er spielt, "er vermag seine Wendigkeit und Torgefahr von beiden Seiten zu entfalten." Weiter geht das Loblied auf Robben, der Bayern die Behäbigkeit ausgetrieben habe: "Robben spielt jeden Angriff, als wäre es der letzte. Ihm kann nichts schnell genug gehen. Schon nach fünf Minuten auf dem Platz, zur Pause eingewechselt für Altintop, gab er den neuen Kollegen ungeduldig Handzeichen, wohin die Pässe kommen sollten. Der Mann hat es eilig."

In der Welt begeistert sich Oskar Beck: "Wenn bei Robben und Ribéry die Post abgeht, ist das wie ein zweiköpfiges Staffelrennen mit Ball. Der FC Bayern steht wieder unter Strom, denn in der Arena hat in diesem Moment der Blitz eingeschlagen. Das Saturday Night Fever ist ausgebrochen wie früher im Kino, wenn Travolta tanzte, und während da unten dieser Haken schlagende Hochgeschwindigkeitsdribbler die Wolfsburger Meister kurz und klein tanzte, haben sich droben auf den Tribünen 60.000 im Kopfstand auf die Schenkel geklopft, und vor allem Uli Hoeneß hat im Rhythmus des Abends gewippt und sich von rechts und links und hinten und vorn beglückwünschen lassen als größter Robbenfänger des Fußballs. Dieses Dreikönigstreffen aus Antritt, Gewandtheit und Torinstinkt führt zu einem Feuerwerk. Jedenfalls ist den Bayern ihr Rumpelstart und der Schnitzer in Mainz verziehen, sie haben die Befürchtung widerlegt, dass die Bundesliga nur noch Fußkranke und Einbeinige kriegt."

Ralf Wiegand (SZ) empfindet die Ankunft von Spielern der Güte "1b" als Steigerung für die Bundesliga: "Die Bundesliga hat einen Teil des Rückstands auf die großen Ligen aufgeholt. Sie dient jetzt immerhin als sicherer Hafen für unsichere Kantonisten, deren Karriere irgendwo zwischen Anlagebank und Ersatzbank stecken geblieben ist. Spieler, die sich sportlich an den Hochfinanzplätzen des Fußballs nicht durchsetzen konnten, zieht es plötzlich ins kalte Deutschland. Hier verdienen sie womöglich weniger, aber immer noch sehr gut – und vor allem verlässlich jeden Monat dasselbe. Robbens 30-Minuten-Zauber versinnbildlicht die neue Attraktivität der Liga: Sie ist mit Abstand das Beste vom Rest."

Besonnener bewertet Christoph Biermann (Spiegel Online) Robbens Verpflichtung: "Vorne mögen die Münchner nun so bestückt sein, wie es ein Klub sein muss, der in der Champions League höchste Ambitionen hat. Hinten sind sie es nicht, mag Hoeneß diesen Einwand auch als unfachmännisches Gequatsche abtun. Erstaunlich ist die neue bajuwarische Vorwärtsverteidigung auch deshalb, weil gerade beim FC Bayern in seinen besten Zeiten immer besonders auf die alte Fußballwahrheit gesetzt wurde: Mit der Offensive gewinnt man die Herzen, die Titel aber gewinnt man mit der Defensive.

An diesem Wochenende hat der FC Bayern durch die Sensationen von Robben und Ribéry viele Herzen gewonnen. Doch fast schon unerklärlich ist der feste Glaube daran, dass man mit den Torhütern Butt und Rensing sowie den Innenverteidigern Badstuber und van Buyten, Breno und Demichelis wirklich Großes schaffen kann."

Matti Lieske erliegt dem Reflex, einen aktuell führenden Deutschen in der Torjägerliste zwangsläufig im Nationalteam sehen zu wollen (Berliner Zeitung): "Von allen deutschen Stürmern ist Stefan Kießling momentan am besten in Form. Hilft ihm aber nichts, weil Bundestrainer Joachim Löw in bewährter Nibelungentreue an den Auslaufmodellen Miroslav Klose und Lukas Podolski festhält, immer noch glaubt, dass aus Mario Gomez eines Tages ein brauchbarer Nationalstürmer werden könnte, und sich neben dem derzeit verletzten Patrick Helmes in dem Stuttgarter Cacau ein weiterer unverhoffter Konkurrent vor Kießling eingebürgert hat.