Im ersten Halbjahr 2009 wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit 147,3 Millionen Tonnen rund 22 Prozent weniger Güter transportiert als im gleichen Vorjahreszeitraum. Es handele sich damit um den größten Einbruch des Güterverkehrs auf Schienen seit Beginn der Statistik im Jahr 1950.

Die Beförderungsleistung in Tonnenkilometern sank in den ersten sechs Monaten des Jahres ebenfalls um mehr als 22 Prozent auf rund 46 Milliarden Tonnenkilometer. Die Wirtschaftskrise wirkt sich für die Eisenbahnunternehmen besonders bei der Transportnachfrage im Ausland aus. Die Exporte gingen um 30,5 Prozent zurück. Auch der Durchgangsverkehr durch Deutschland verringerte sich um fast ein Drittel. Im Binnenverkehr verzeichneten die Unternehmen mit einem Minus von knapp 18 Prozent noch die geringsten Einbußen.

Der Transport von Eisen und Nichtmetallen auf Schienen ging mit über 44 Prozent am stärksten zurück und machte damit ein Drittel des gesamten Mengenverlustes aus. Während die Züge auch erheblich weniger Erze und Metallabfälle transportierten, nahm das Transportvolumen von landwirtschaftlichen Erzeugnissen mit 23 Prozent deutlich zu.