Unmittelbar nach seiner Teilnahme am Südamerika-Gipfel UNASUR wurde die Erkrankung Uribes bekannt. Die Präsidenten der anderen elf UNASUR-Mitgliedsstaaten sowie alle weiteren Gipfelteilnehmer wurden "auf diplomatischen Kanälen" von der Erkrankung Uribes in Kenntnis gesetzt, teilte die kolumbianische Regierung mit. Sie seien aufgefordert worden, auf etwaige Symptome der Krankheit zu achten. Eine Reaktion der Staatschefs wurde zunächst nicht bekannt.

Nach seiner Rückkehr aus dem argentinischen Bariloche habe der kolumbianische Präsident über Kopfschmerzen geklagt und Fieber bekommen. Ihm ginge es aber nach der medizinischen Behandlung wieder gut und er könne die Amtsgeschäfte weiter ausführen, sagte sein Pressesprecher César Mauricio Velásquez.

Erst kürzlich wurde bekannt, dass auch Costa Ricas Staatschef Óscar Arias an der Schweinegrippe erkrankt ist. In Kolumbien sind bisher offiziell 621 Fälle von Schweinegrippe und 29 Todesfälle registriert worden.

In Deutschland planen die Gesundheitsminister eine Massenimpfung gegen das H1N1-Virus. Doch es wird eine geringe Beteiligung bei den Deutschen erwartet. Nach Einschätzung der Bundesärztekammer werden sich nur etwa 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung gegen die Schweinegrippe impfen lassen. Bislang haben sich in Deutschland 15.567 Personen mit der neuen Grippe infiziert. Der Krankheitsverlauf ist in der Regel harmlos.