Merkel will bald Opel-Entscheidung

Frankfurt am Main / Berlin - Im Poker um Opel strebt die Bundesregierung noch vor Ende September eine Einigung an. „Ich hoffe, dass es vor der Wahl sein wird. Wir arbeiten darauf hin“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstag im Bayerischen Rundfunk. Kreisen zufolge sollte am Dienstagabend erneut der Verwaltungsrat der Opel-Mutter General Motors (GM) über die Europatochter beraten. Ob bei der geplanten Telefonkonferenz auch eine Entscheidung falle, sei jedoch offen. Zuletzt hatte der GM-Verwaltungsrat eine Entscheidung über Opel vertagt und weitere Informationen der Bundesregierung verlangt, die Milliardenhilfen für den Opel-Verkauf bereitstellen soll. Im Rennen um Opel sind der Zulieferer Magna und der Finanzinvestor RHJ. Zuletzt hieß es, GM könnte Opel auch behalten und den Verkauf abblasen. rtr

Autoabsatz schrumpft um ein Viertel

Frankfurt am Main - Mit dem Auslaufen der Abwrackprämie sehen Branchenexperten harte Zeiten für die deutschen Autohäuser anbrechen. Die Commerzbank erwartet in einer neuen Studie im kommenden Jahr bei den Neuzulassungen ein Minus von 23,4 Prozent auf 2,8 Millionen Fahrzeugen. Der Neuwagen- Markt sei trotz eines hohen Durchschnittsalters der Autos von 8,1 Jahren durch die Abwrackprämie kurzfristig gesättigt und werde sich frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2010 erholen. Dafür spreche auch die Auto-Dichte in der Bundesrepublik: Auf 1000 Einwohner kommen derzeit 556 Autos. dpa

Conti schließt Werk in den USA

Hannover / Auburn Hills - Der hochverschuldete Autozulieferer Continental schließt aus Kostengründen sein Werk für Autoelektronik in Huntsville im US-Bundesstaat Alabama. Betroffen sind rund 1300 Beschäftigte. Der Zusammenbruch des US-Automarktes habe diese Maßnahme erzwungen, hieß es zur Begründung. Die Produktionskapazitäten sollen in andere Fabriken in den USA und Mexiko verlagert werden. Huntsville wird bei Conti als teuerster Standort in Nordamerika eingeschätzt. Er ist von der Krise auf dem Automarkt besonders stark betroffen. Versuche einer weitgehenden Kostenreduzierung seien fehlgeschlagen. dpa