Der britische Rockmusiker Peter Gabriel (59) und der venezolanische Komponist und Wirtschaftswissenschaftler José Antonio Abreu (70) haben am Montag den Polar Music Prize 2009 erhalten.

Schwedens König Carl XVI. Gustaf überreichte die mit insgesamt zwei Millionen Kronen (196.000 Euro) dotierte Auszeichnung in Stockholms Konzerthaus. Sie wird seit 1992 an jeweils einen Preisträger oder eine Preisträgerin aus den Sparten klassisch orientierte Musik und Unterhaltungsmusik vergeben.

Die schwedische Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass Gabriel für "seine zukunftsorientierte, nach außen gerichtete und Grenzen überschreitende künstlerische Arbeit" geehrt werde.

Der Brite war bis Mitte der siebziger Jahre als Sänger der Band Genesis bekannt geworden. Später profilierte er sich als Solomusiker und gilt als wichtiger Förderer von Musik aus Ländern außerhalb der westlichen Welt. Seine Organisation WOMAD (World of Music Arts and Dance) organisiert in mehr als 40 Ländern Festivals und Musik-Workshops an Schulen.

Über José Antonio Abreu hieß es, dass er mit seinem Musiknetzwerk "El Sistema" Hunderttausenden Kindern in Venezuela eine Möglichkeit geboten hätte, der Armut zu entkommen. Abreu hatte für seine Aktivitäten als Sozialreformer bereits 2001 den Alternativen Nobelpreis bekommen.

In der Begründung für den Polarpreis hieß es weiter: "Die Erfolge seiner Arbeit zeigen uns, was möglich ist, wenn Musik zur gemeinsamen Grundlage gemacht und damit zum Teil des Alltags von Menschen wird."