Das Datennetz soll von 2011 an alle Staaten mit klimarelevanten Informationen versorgen. Das Netzwerk soll "die Herstellung, Zugänglichkeit, Übermittlung und Anwendung von wissenschaftsbasierten Klimaprognosen und -dienstleistungen stärken", heißt es in der verabschiedeten Erklärung der UN-Klimakonferenz in Genf, die noch bis Freitag andauert.

Das Netz soll gewährleisten, dass die Menschen wichtige Informationen für Überlebensstrategien im Klimawandel, etwa durch Hochwasser, Dürreperioden oder Stürme, erhalten können. "Der heutige Tag ist ein Meilenstein in den Bestrebungen, Klimainformationen für alle Menschen zugänglich zu machen", sagte der Generalsekretär der Weltwetterorganisation (WMO), Michel Jarraud. Unklar ist allerdings noch, wer die Milliardenkosten für das Projekt trägt.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rief die Regierungen unterdessen zu raschem Handeln gegen den Klimawandel und seine Folgen auf. "Wir brauchen ehrgeizige, mittelfristige Abbauziele (für Emissionen) durch die Industriestaaten", sagte Ban in Genf. Doch auch die Entwicklungsländer müssten den Ausstoß ihrer Abgase vermindern. Die Zeit laufe ab, eine weltweite und umfassende Senkung von umweltschädlichen Emmissionen zu vereinbaren, sagte Ban mit Blick auf die Kyoto-Nachfolgekonferenz, die im Dezember in Kopenhagen stattfindet.