Der jahrelange Zwist um Kostensteigerungen bei Entwicklung und Bau des Militärfliegers ist beseitigt: Der Airbus-Mutterkonzern EADS teilte mit, dass die Abnehmerländer sich mit 3,5 Milliarden Euro an den Zusatzkosten beteiligen. Die Staaten sind bereit, zwei Milliarden Euro mehr für die Flugzeuge zu bezahlen. Weitere 1,5 Milliarden Euro entfallen auf Exportkredite. Die Abnehmer werden dafür an künftigen A400M-Verkaufserlösen beteiligt.

Der Rüstungskonzern EADS ist demnach auf die Offerte der Staaten eingegangen, die sie im Februar unterbreitet hatten. Die Einigung mit der Industrie stehe noch unter dem Vorbehalt, dass die zuständigen Regierungen und Parlamente zustimmen, hieß es.

Die Staatssekretäre der Abnehmerländer hatten zuvor erneut in Berlin verhandelt. Schon Ende Februar war die spanische Verteidigungsministerin Carme Chacon vorgeprescht, indem sie eine Einigung zwischen EADS und den sieben Käuferstaaten verkündete. Die zuständigen Staatssekretäre sollten danach die weiteren technischen Details klären, was sie nun mit Erfolg taten.

Um für Transporte von Truppen und Militärgerät nicht mehr auf die veralteten Transall-Maschinen angewiesen zu sein, hatten Deutschland und sechs weitere Partner insgesamt 180 der Propellermaschinen zum Gesamtwert von ursprünglich 20 Milliarden Euro bestellt. Doch Hersteller Airbus, eine Tochterfirma des französisch-deutschen Konzerns EADS, musste die Auslieferung des Transporters verschieben. Inzwischen verzögert sie sich um mindestens drei Jahre. Die Käufernationen stritten seitdem mit EADS über die Verteilung der Mehrkosten, die sich dadurch ergaben.

Deutschland und Frankreich sind mit 60 beziehungsweise 50 Maschinen die größten Abnehmer von Militärtransportern. Daneben haben auch Belgien, Großbritannien, Luxemburg, Spanien und die Türkei das Flugzeug bestellt.