Die argentinische Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner hat nach Angaben ihrer Ärzte eine Schädeloperation gut überstanden. Die 60-Jährige entwickele sich gut, teilten die Ärzte in Buenos Aires mit. Die Operation sei ohne Komplikationen verlaufen, sagte der Sprecher der Präsidentin

Kirchner hatte vor zwei Monaten aus bislang ungeklärten Gründen eine Kopfverletzung erlitten. Ärzte stellten ein subdurales Hämatom fest, bei dem sich Blut zwischen Schädel und Hirn ansammelt. Bei der Operation entfernten die Ärzte der Präsidentin einen Bluterguss unter dem Schädel, indem sie ein Loch hineinbohrten, um den Druck auf ihr Hirn zu verringern. Laut Experten handelte es sich dabei um einen Routineeingriff mit geringem Risiko.

Wegen der Operation kann sich Fernández vorerst nicht mehr in den Wahlkampf für die Parlamentswahl am 27. Oktober einschalten. Bei der Wahl sollen die Hälfte der Abgeordneten und ein Drittel der Senatoren neu bestimmt werden. Beobachtern zufolge könnten sich nach der Wahl die Mehrheitsverhältnisse im Parlament zu Kirchners Ungunsten verändern. Ihre zweite Amtszeit läuft noch zwei Jahre.