Das Rätsel um das mutmaßlich von der NSA überwachte Handy von Bundeskanzlerin Angela Merkel ist gelöst. Auf dem EU-Gipfel in Brüssel sagte Merkel, sie benutze beruflich vor allem ein Mobiltelefon, das aber auf das Konto der Partei laufe, "damit ja nie der Eindruck entsteht, ich würde Regierungsgelder für Parteikommunikation verwenden", sagte die Kanzlerin in Brüssel. 

Sie habe sich bereits 2005, also dem Jahr ihres Amtsantrittes als Kanzlerin, für eine Parteifinanzierung ihres Handys entschieden. "Ansonsten ist die Aufspaltung zwischen dem, was Partei- und Regierungshandeln ist, oft sehr, sehr schwer zu treffen."

"Für alle staatspolitischen relevanten Kommunikationen gibt es Festnetzleitungen, Kryptoleitungen, und wenn man nicht am Ort ist, auch Kryptohandys", sagte Merkel. Die staatspolitisch relevante Kommunikation werde mit solchen Handys geführt und nicht mit ihrem Mobiltelefon.

Auch Vizeregierungssprecher Georg Streiter sagte, dass Merkels Kommunikationswege "absolut sicher" seien. Die Kanzlerin wisse, was sie über welchen Kanal kommuniziere. Grundsätzlich habe Merkel wie jeder Bürger Anspruch darauf, frei und ungehemmt zu kommunizieren.