Bei Straßenschlachten am dritten Jahrestag des Volksaufstandes in Ägypten sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums landesweit mindestens 49 Menschen getötet wurden, fast 250 weitere wurden verletzt. In Kairo hatten sich Regierungsgegner am Samstag den ganzen Tag Straßenschlachten mit der Polizei geliefert. Nach Angaben des Innenministeriums wurden zudem mehr als 1.000 Menschen festgenommen.

Unter den regierungskritischen Demonstranten waren vor allem Anhänger des vom Militär im vergangenen Sommer gestürzten islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi. Aber auch liberale Gegner der derzeitigen Regierung hatten zu Demonstrationen im Stadtzentrum von Kairo aufgerufen. Die Polizei feuerte Tränengasgranaten und Schüsse ab, um die Kundgebungen aufzulösen. Tausende Unterstützer der vom Militär eingesetzten Übergangsregierung demonstrierten unterdessen unbehelligt auf dem Tahrir-Platz.

Am 25. Januar 2011 hatte in Ägypten der Aufstand gegen die Regierung des langjährigen Machthabers Husni Mubarak begonnen. 18 Tage später wurde Mubarak gestürzt.