Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will laut einem Medienbericht in der kommenden Woche die beiden ukrainischen Oppositionsführer Vitali Klitschko und Arseni Jazenjuk in Berlin empfangen. In dem für Dienstag geplanten Gespräch sollten die seit Wochen andauernden Proteste gegen die Regierung von Präsident Viktor Janukowitsch und die Forderungen der Opposition nach einer Verfassungsänderung zur Sprache kommen, berichtet die Bild. Der CDU-Außenpolitiker Elmar Brok sagte der Zeitung: "Der Besuch von Klitschko und Jazenjuk zeigt, wie intensiv sich die deutsche Regierung um eine Vermittlung in dem Konflikt bemüht." 

Währenddessen hat Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) Russland aufgefordert, mäßigend auf die Führung in der Ukraine einzuwirken. "Niemand kann ein weiteres Interesse an einer Eskalation der Lage in Kiew haben", sagte Steinmeier anlässlich seines Moskau-Besuchs in einem Interview der russischen Tageszeitung Kommersant. Auch Russland könne einen konstruktiven Beitrag leisten, um den Dialog zwischen Opposition und Regierung zu fördern. 

Zum Auftakt des Aufenthalts hatte Steinmeier mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow unter anderem über den Konflikt in der Ukraine gesprochen. In Kiew fehle es "nicht unbedingt an Vermittlern, sondern an Vertrauen zwischen den Verhandlungspartnern", sagte Steinmeier.