Die Bundesregierung setzt sich vor dem Hintergrund der Affäre um den SPD-Politiker Sebastian Edathy für ein internationales Verbot von Posingfotos nackter Kinder ein. Dies berichtet die Rheinische Post unter Berufung auf die Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion. Demnach werden derzeit gemeinsam mit Unternehmen Maßnahmen erarbeitet, um den grenzüberschreitenden Handel mit solchen Fotos einzudämmen. Der Handel mit Bildern von leicht bekleideten oder nackten Kindern in erotischen Posen verletzt nach Auffassung der Regierung das Persönlichkeitsrecht der Kinder.

Laut der Antwort überprüft die Regierung zudem, wie der Handel mit Nacktfotos von Kindern und Jugendlichen in Deutschland strafrechtlich sanktioniert werden könne. Die Überprüfung der Regelungen zum Kinder- und Jugendschutz soll demnach bis zur Sommerpause abgeschlossen sein.

Die stellvertretende Grünen-Fraktionsvorsitzende Katja Dörner kritisierte die Stellungnahme der Regierung. Sie zeige "eine irritierende Hilflosigkeit der Bundesregierung, was konkrete Maßnahmen zur Stärkung des Kinder- und Jugendschutzes angeht", sagte sie der Zeitung.