US-Präsident Barack Obama schließt eine amerikanische Militärintervention im Konflikt mit Russland um die Halbinsel Krim aus. "Wir werden uns in der Ukraine nicht auf ein militärisches Eingreifen einlassen", sagte er den Fernsehsendern NBC 7  und KSKD. Stattdessen werde man alle diplomatischen Wege gehen, damit die internationale Gemeinschaft eine "klare Botschaft" an die Adresse Russlands schicke und eine Lösung der Krise erreicht werden könne.

Auch die ukrainische Regierung wisse, dass militärische Aktionen der USA in dem Konflikt nicht hilfreich wären, sagte Obama. Russlands Präsident Wladimir Putin habe auf der Krim aus Schwäche gehandelt, nicht aus Stärke heraus. 

Die russische Regierung will bis zum Wochenende den international nicht anerkannten Anschluss der Krim vollziehen. Das russische Verfassungsgericht hatte den Eingliederungsvertrag am Mittwoch gebilligt. Zustimmen muss nun neben dem Parlament Duma auch noch der Föderationsrat.

Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union kommen heute in Brüssel zusammen. Dabei geht es um eine gemeinsame Antwort auf die Eingliederung der Schwarzmeer-Halbinsel Krim in das russische Staatsgebiet.