Die zweite seit Ende Mai festgehaltene Gruppe internationaler Beobachter in der Ostukraine ist wieder in Freiheit. Die in Lugansk am 29. Mai verschleppten vier Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) seien frei, teilte die Organisation per Twitter am Samstagabend mit. Dies hatten die prorussischen Separatisten in der Ostukraine zuvor angekündigt.

Die vier Beobachter sind bereits in einem Hotel in Donezk, wie es hieß. Zu den Nationalitäten der Freigelassenen machte die OSZE zunächst keine Angaben. Für Berichte, dass unter ihnen eine Deutsche sei, gab es keine Bestätigung. Ein Korrespondent der Nachrichtenagentur Reuters habe jedoch beobachtet, wie die Frau und ihre drei Kollegen von schwer bewaffneten Männern zum Eingang eines Hotels in der Stadt Donezk gefahren wurden, meldet die Agentur.

In der Nacht zum Freitag war das erste OSZE-Team freigekommen. Fernsehbilder zeigten, wie die deutlich erschöpfte Gruppe – ein Schweizer, ein Däne, ein Türke und ein Este – in ein Hotel in Donezk gebracht wurde.

Die zwei Teams der OSZE waren vor über einem Monat in der Ostukraine von prorussischen Separatisten festgesetzt und an unbekannten Orten festgehalten worden. Ein Team hatte die Region Donezk überwacht, die zweite Gruppe wurden bei Lugansk festgesetzt.