Bewaffnete haben bei zwei Angriffen an der Küste Kenias mindestens 29 Menschen getötet. Das teilte das Innenministerium mit. Für die Anschläge in den Bezirken Lamu und Tana River übernahm die der Al-Kaida nahestehende radikale Miliz Al-Shabaab aus dem benachbarten Somalia die Verantwortung. 

Im vergangenen Monat hatten Kämpfer der Gruppe bei Anschlägen in derselben Gegend 65 Menschen getötet. Seit Kenia 2011 Truppen ausgesendet hat, um gegen Al-Shabaab zu kämpfen, häufen sich die Anschläge.

Das Küstengebiet ist eine bei Touristen beliebte Region. Unter den Anschlägen leidet die Tourismusbranche Kenias. Deren Geschäft ist eine der Haupteinnahmequellen des Landes.

Im Bezirk Lamu schossen 15 Bewaffnete auf die Einwohner des Dorfs Hindi, wie die Polizei mitteilte. Dann hätten die Täter in Gamba in Tana River die Polizeiwache angegriffen. Hindi liegt rund 40 Kilometer nördlich, Gamba 70 Kilometer nordwestlich von Mpeketoni, wo im Juni der Angriff stattgefunden hatte.