Im Osten der Ukraine haben prorussische Separatisten einen Kampfjet vom Typ Mig-29 abgeschossen. Das Flugzeug sei im Gebiet Jenakijewo von den "Terroristen" getroffen worden, sagte ein ukrainischer Militärvertreter. Der Pilot habe die Maschine noch in unbewohntes Gebiet steuern und sich selbst retten können. Die Sucharbeiten nach der abgestürzten Maschine hätten begonnen.   

Wie eine Journalistin der Nachrichtenagentur AFP berichtete, stürzte das Flugzeug auf einem Feld ab, nachdem es offenbar explodiert war. In dem Gebiet kämpfen ukrainische Truppen gegen prorussische Rebellen, die noch mehrere Städte kontrollieren.

Der Abschuss ereignete sich demnach etwa 40 Kilometer östlich der Rebellenhochburg Donezk nahe der Stelle, an der ein malaysisches Passagierflugzeug Mitte Juli abgestürzt war.

Prorussische Separatisten werden verdächtigt, die Boeing mit 298 Insassen an Bord abgeschossen zu haben. Die Separatisten geben allerdings dem ukrainischen Militär die Schuld. Sie behaupten, keine Waffen für den Abschuss von Passagiermaschinen zu haben.

Rücktritt von Separatistenführer

Der selbst ernannte Ministerpräsident der international nicht anerkannten Volksrepublik Donezk, Alexander Borodai, ist von seinem Posten zurückgetreten. Er kündigte an, seine Aufgaben dem Feldkommandeur Alexander Sachartschenko zu übergeben. Er sei als Krisenmanager zu den Separatisten gekommen und ziehe sich zurück, da seine Arbeit beim Aufbau der Volksrepublik beendet sei, sagte Borodai. Er werde aber den Posten eines Vize-Regierungschefs behalten und in der umkämpften Region bleiben.