Die Staats- und Regierungschefs der Nato-Staaten kommen heute im walisischen Newport zu einem zweitägigen Gipfeltreffen zusammen. Zu Beginn berät die Nato mit den am internationalen Afghanistan-Einsatz beteiligten Staaten über die 2015 beginnende Nachfolgemission. Im Anschluss ist ein Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Poroschenko geplant. Morgen will die Nato einen Aktionsplan beschließen, mit dem sie als Reaktion auf den Konflikt mit Russland ihre Präsenz in Osteuropa deutlich erhöht. US-Präsident Obama rief die Militärallianz vorab zu "einer unmissverständlichen Unterstützungsbotschaft" für die Ukraine auf.

Die erste Maschine mit deutscher Militärausrüstung für die Kurden im Nordirak soll von Leipzig aus starten. Die erste Ladung enthält nach Angaben des Verteidigungsministeriums unter anderem Gefechtshelme, Schutzwesten und Funkgeräte.      

Sie kommen aus einem Zentraldepot der Bundeswehr für Einsatzversorgung an der Müritz in Mecklenburg-Vorpommern, das 2018 schließen soll. Weitere Transporte sind geplant.

Die Europäische Zentralbank (EZB) verkündet in Frankfurt am Main ihre Leitzinsentscheidung. Seit Juni rangiert der Zinssatz, zu dem sich Banken bei der EZB mit Geld versorgen, auf dem historischen Tief von 0,15 Prozent. Mit den niedrigen Leitzinsen und einem speziellen Kreditprogramm wollen die Währungshüter eigentlich die Konjunktur in der Euro-Zone ankurbeln und die Inflation nach oben treiben. Im August war die Teuerungsrate allerdings auf nur noch 0,3 Prozent zurückgegangen.

Der Bundesgerichtshof (BGH) verkündet in Karlsruhe sein Urteil zum Tod des Asylbewerbers Oury Jalloh. Der aus Sierra Leone stammende Mann war im Jahr 2005 beim Brand in einer Polizeizelle in Dessau ums Leben gekommen. Das Landgericht Magdeburg hatte 2012 einen Polizisten wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe von 10.800 Euro verurteilt. Dagegen hatten sowohl der Angeklagte als auch die Nebenkläger und die Staatsanwaltschaft den BGH angerufen. Viele Experten bezweifeln, dass Jalloh in der Zelle die Pritsche, auf der er zur Ruhigstellung festgebunden war, selbst angezündet haben kann.