Die Nato ist grundsätzlich bereit, im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu helfen. Das sagte ihr Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen. Er wandte sich direkt an die Führung des Iraks. "Ich bin sicher, dass falls die irakische Regierung um Nato-Hilfe bitten würde, würde dies von den Verbündeten sehr sorgfältig geprüft", sagte Rasmussen. "Wir werden darüber reden, was einzelne Mitgliedsstaaten tun können, um der Bedrohung durch die Terrororganisation IS entgegenzutreten."


Bisher gebe es keine Anfrage aus dem Irak, sagte Rasmussen. Die Nato habe bis 2011 Ausbilder im Irak stationiert gehabt. "Und wenn die irakische Regierung die Wiederaufnahme solcher Ausbildungsaktivitäten erbitten würde, würden die Nato-Verbündeten das ganz sicher ernsthaft prüfen", sagte er. 

"Die internationale Gemeinschaft insgesamt hat eine Verpflichtung, den IS an einem weiteren Vorrücken zu hindern", sagte der Nato-Generalsekretär. Rasmussen begrüßte, dass US-Präsident Barack Obama und der britische Premierminister David Cameron der Terrormiliz IS den Kampf angesagt hätten.

In einem Gastkommentar für die britische Times hatten Obama und Cameron ihre Entschlossenheit im Kampf gegen den IS beschworen. "Wenn Terroristen denken, dass wir angesichts ihrer Drohungen schwach werden, könnten sie gar nicht mehr irren. Länder wie Großbritannien und die USA werden sich von barbarischen Killern nicht einschüchtern lassen", schrieben sie. "Entwicklungen in anderen Teilen der Welt, besonders in Syrien und im Irak, bedrohen unsere Sicherheit zu Hause."