Die Familie des von der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) ermordeten US-Journalisten Steven Sotloff hat sich öffentlich zu dessen Tod geäußert. "Steve war kein Held", hieß es laut BBC  in einer Mitteilung, die ein Sprecher der Familie vor Journalisten verlas. Sotloff sei kein Kriegsjunkie gewesen. "Er wollte nur denen eine Stimme geben, die keine hatten."

Sotloff war nach den Worten der Familie hin- und hergerissen zwischen einem komfortablen Leben in Miami und der arabischen Welt. Die letztere habe ihn schließlich angezogen. "Er war ein Mann, der das Gute in einer Welt der Dunkelheit finden wollte", sagte der Sprecher. "Und wenn es das Gute nicht gab, hat er es selber geschaffen." Er habe stets denen geholfen, die es nicht so gut hatten wie er.

Der 31-jährige Sotloff habe sich für die einfachen Menschen im Nahen Osten interessiert. "Er hat schließlich sein Leben gegeben, um ihre Geschichte in die Welt zu bringen", hieß es weiter.   

Sotloff war zuletzt Anfang August vergangenen Jahres in Syrien gesehen worden. Die Terrorgruppe IS hatte am Dienstag ein Video veröffentlicht, das die Ermordung Sotloffs zeigte. Die US-Regierung hat die Echtheit der Aufnahmen bestätigt.  

Im vergangenen Monat hatten IS-Kämpfer den US-Journalisten James Foley getötet und am 19. August ein Video von der Tat ins Internet gestellt. Anschließend drohte die Gruppe mit der Ermordung von Sotloff,  sollten die USA ihre Luftangriffe auf IS-Stellungen im Nordirak nicht einstellen.