US-Heimatschutzminister Jeh Johnson hat nach Terrordrohungen gegen westliche Einkaufszentren zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen. Wer die "Mall of America" in Minnesota (US-Staat Minneapolis) besuche, müsse "besonders vorsichtig" sein, sagte Johnson in mehreren Fernsehtalkshows. Er reagierte damit auf ein am Wochenende veröffentlichtes Video der islamistischen Terrorgruppe Al-Shabaab, in dem das Zentrum als ein mögliches Anschlagsziel genannt wird. Die "Mall of America" ist eines der größten Shoppingcenter weltweit.

In einem angeblich von der radikalislamischen Al-Shabaab-Miliz stammenden Video werden Muslime zu Angriffen auf Einkaufszentren in den USA, Kanada, Großbritannien und anderen westlichen Ländern aufgerufen. Johnson räumte allerdings ein, dass den Behörden kein aktueller Anschlagsplan bekannt sei. Es gebe keinen Grund dafür, das Einkaufszentrum nicht zu besuchen, teilte das Ministerium dem TV-Sender CNN hinterher mit. Die Sicherheitsmaßnahmen seien verbessert worden. Die Echtheit des Videos konnte zunächst nicht verifiziert werden.

In dem Video erinnert die radikalislamische somalische Miliz an den schweren Angriff auf ein Einkaufszentrum in der kenianischen Hauptstadt Nairobi mit 67 Toten im September 2013. Dann ist ein maskierter Kämpfer zu sehen, der mit ähnlichen Angriffen auf westliche Zentren droht. "Was wäre, wenn so eine Attacke in der Mall of America in Minnesota stattfinden würde? Oder in der West Edmonton Mall in Kanada? Oder in der Londoner Oxford Street?"

Die Al-Shabaab-Miliz verbreitet in Somalia Angst und Schrecken und verübt auch in Nachbarländern wie Kenia Anschläge. Seit Jahren kämpfen die Extremisten für einen sogenannten Gottesstaat am Horn von Afrika.