Weltweit sanken die Verkäufe der größten Rüstungsunternehmen zum vierten Mal in Folge leicht. Zusammen setzten die Hersteller 401 Milliarden US-Dollar (rund 367 Milliarden Euro) und damit 1,5 Prozent weniger um als im Vorjahr, wie Sipri berichtet.

Entgegen dem internationalen Trend haben russische Rüstungskonzerne im vergangenen Jahr deutlich mehr Waffen verkauft. Dem Stockholmer Friedensforschungsinstitut zufolge setzten die Hersteller 2014 rund 48 Prozent mehr um als im Vorjahr. "Russische Unternehmen reiten auf der Welle der zunehmenden nationalen Militärausgaben und Exporte mit", teilte Sipri-Experte Siemon Wezeman mit. Die Zahl der russischen Produzenten in der Liste der 100 größten Rüstungsunternehmen stieg von neun auf elf.

Die Waffenverkäufe der Ukraine brachen 2014 im Vergleich zu 2013 drastisch ein. Gründe sind nach Einschätzung der Forscher der Konflikt mit Russland und der Wertverlust der Währung.

Vor allem die Hersteller in Nordamerika und Westeuropa machten 2014 weniger Kasse. Die westeuropäischen Waffenverkäufe gingen um 7,4 Prozent zurück. Eine Ausnahme ist neben der Schweiz Deutschland: Deutsche Rüstungsunternehmen verdienten im vergangenen Jahr mehr. Den Forschern zufolge lag das vor allem an einem starken Umsatzwachstum bei dem Industriekonzern ThyssenKrupp.

Die USA dominieren die Liste weiter. Von dort kommen mit 38 Rüstungsunternehmen in den Top 100 die meisten Hersteller. Sieben davon waren 2014 unter den Top Ten. Spitzenreiter war Lockheed Martin mit 37,5 Milliarden Dollar Umsatz 2014. Aufgrund mangelnder Daten sind Unternehmen aus China nicht Teil des Berichts der Friedensforscher.

Rüstungsindustrie - Bereits 2014 stiegen die deutschen Waffenexporte Aus dem Video-Archiv: Laut einem Bericht von SIPRI waren die Waffenverkäufe 2014 weltweit leicht gesunken. Deutsche Rüstungsunternehmen haben jedoch mehr verdient. Knapp die Hälfte aller Waffenverkäufe geht von einem einzigen Land aus.