Bei Angriffen der internationalen Militärkoalition gegen den "Islamischen Staat" (IS) ist nach US-Angaben der Finanzchef der Dschihadistenorganisation getötet worden. Ein Sprecher des US-Militärs sagte, Abu Saleh sei ums Leben gekommen. Saleh sei "eines der ranghöchsten und erfahrensten Mitglieder" des Finanzsystems des IS gewesen, sagte Steve Warren, der in einer Videokonferenz aus der irakischen Hauptstadt Bagdad zugeschaltet war.

Die Tötung von Saleh und seinen Vorgängern sei entscheidend, um das "nötige Wissen" zur Koordinierung der Finanzen im IS auszulöschen, sagte Warren weiter. Der US-Regierungsgesandte für den Kampf gegen den IS, Brett McGurk, schrieb dazu auf Twitter, Saleh sei gemeinsam mit zwei weiteren Vertrauten im Rahmen des Vorgehens gegen die IS-Finanzstruktur getötet worden. Saleh sei so etwas wie der "Finanzminister" des IS gewesen, erklärte McGurk.

Abu Saleh wurde auf der Terrorliste des US-Außenministeriums als Muwaffak Mustafa Mohammed al-Karmusch geführt, dabei handelte es sich um einen 42-jährigen Iraker. Die beiden weiteren getöteten Finanzexperten der Dschihadisten wurden als Abu Mariam, ein ranghoher Vertreter des IS-Erpressungsapparats, sowie Abu Wakman al-Tunis identifiziert, der für den IS den Schmuggel von Menschen und Waffen organisiert haben soll. Bei Abu Mariam soll es sich den USA zufolge um einen 32-jährigen Tunesier handeln.

Den USA zufolge verfügt der IS über so üppige Finanzmittel wie keine Extremistenorganisation vor ihr. Sie gehen auf den illegalen Handel mit Öl und antiken Kulturgütern sowie auf Erpressung zurück. Das US-Finanzministerium schätzt allein die Einnahmen aus dem Schwarzmarktverkauf von Öl auf monatlich rund 40 Millionen Dollar.

Die USA fliegen in Syrien und im Irak Luftangriffe auf IS-Ziele. Die Organisation hat in Teilen beider Länder eine brutale Herrschaft errichtet. Es blieb nun unklar, ob Saleh und seine Gefolgsleute in Syrien oder im Irak getötet wurden. Sie alle starben aber nach US-Angaben zufolge Ende November.