Die Ausbildung von
Schülern im Umgang mit digitalen Technologien soll zukünftig
gefördert werden. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU)
will dafür eine Summe von fünf Milliarden Euro investieren. Über
einen Zeitraum von fünf Jahren soll mit der Summe der Umgang mit
Technologie an rund 40.000 Schulen gefördert werden, sagte Wanka am Mittwoch.
Unter den Schulen sind sowohl Grundschulen, weiterführende Schulen als auch Berufsschulen. Das Geld soll investiert werden, um Breitbandanschlüsse auszubauen und Geräte anzuschaffen. Im Gegenzug sollten sich die für Schulen zuständigen Bundesländer verpflichten, pädagogische Konzepte zu erarbeiten und den Lehrern entsprechende Weiterbildungen anzubieten. Zudem müssten sich die Länder auf gemeinsame Standards einigen.
"Wir müssen bei der digitalen Bildung einen großen Sprung nach vorne machen", sagte Wanka. "Zentral für den Erfolg digitaler Bildung ist die Pädagogik – digitale Technik muss guter Bildung dienen, nicht umgekehrt."
"Zu guter Bildung im 21. Jahrhundert gehören IT-Kenntnisse und der souveräne Umgang mit der Technik und den Risiken digitaler Kommunikation ebenso wie das Lernen mittels der vielen neuen Möglichkeiten digitaler Medien", sagte Wanka. "Deutschland muss diese Chancen viel stärker nutzen als bisher."
Die Politik reagiert damit auf ein grundlegendes Problem der Digitalisierung im Bildungsbereich. Das zeigt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung. Demnach hat nur jede dritte Berufsschule eine gute WLAN-Versorgung. 40 Prozent der Schulen haben laut Studie überhaupt kein WLAN.
Die Stiftung sieht darin ein erhebliches Problem und fordert eine neue Strategie von den Betrieben und Berufsschulen. "Digitales Lernen braucht gute Infrastruktur und Qualifizierung", sagte der Stiftungsvorstand Jörg Dräger. Für Dräger ist ein guter Internetzugang die Grundlage für "pädagogische Innovation".
Neben der schlechten Infrastruktur zeigt die Studie auch, dass es Lehrkräften beim Umgang mit neuen Techniken an Unterstützung mangelt. 53 Prozent der befragten Lehrer und 43 Prozent der Ausbilder beklagten, dass ihnen Orientierungshilfen zum Angebot digitaler Lernhilfen fehlen. Der Großteil der beiden Gruppen (jeweils 60 Prozent) gab zudem an, dass zu wenig Zeit bliebe, sich mit den neuen Lernmethoden zu beschäftigen.
Die Ausbildung von
Schülern im Umgang mit digitalen Technologien soll zukünftig
gefördert werden. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU)
will dafür eine Summe von fünf Milliarden Euro investieren. Über
einen Zeitraum von fünf Jahren soll mit der Summe der Umgang mit
Technologie an rund 40.000 Schulen gefördert werden, sagte Wanka am Mittwoch.
Unter den Schulen sind sowohl Grundschulen, weiterführende Schulen als auch Berufsschulen. Das Geld soll investiert werden, um Breitbandanschlüsse auszubauen und Geräte anzuschaffen. Im Gegenzug sollten sich die für Schulen zuständigen Bundesländer verpflichten, pädagogische Konzepte zu erarbeiten und den Lehrern entsprechende Weiterbildungen anzubieten. Zudem müssten sich die Länder auf gemeinsame Standards einigen.