Angela Merkel (CDU) hat erstmals persönlichen Kontakt zum neu gewählten US-Präsidenten Donald Trump gehabt. In einem Telefonat gratulierte sie Trump zu seinem Wahlerfolg, sagte Vizeregierungssprecher Georg Streiter. Merkel habe gesagt, dass Deutschland und die USA durch gemeinsame Werte eng verbunden seien und hinzugefügt, sie freue sich, Trump spätestens beim G20-Gipfel im kommenden Sommer in Hamburg zu treffen.

Deutschland ist Gastgeber des Gipfels am 7. und 8. Juli. Die Kanzlerin habe Trump "auf der Grundlage der traditionell sehr guten und freundschaftlichen Beziehung beider Länder eine enge Zusammenarbeit zugesagt", so ihr Sprecher.

Merkel hatte dem designierten US-Präsidenten bereits am Mittwoch in einem ersten Statement zur US-Wahl die Zusammenarbeit angeboten. Sie verknüpfte dies in einer in Berlin verlesenen Erklärung aber ausdrücklich mit der Achtung demokratischer Grundwerte und listete "Demokratie, Freiheit, den Respekt vor dem Recht und der Würde des Menschen unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung oder politischer Einstellung" auf.

Trump hatte Merkel während seines Wahlkampf insbesondere wegen ihrer Flüchtlingspolitik scharf angegriffen und unter anderem gesagt: "Ich weiß nicht, was zur Hölle sie sich denkt."

In der kommenden Woche trifft Merkel den scheidenden US-Präsidenten Barack Obama, der zu einem mehrtägigen Besuch nach Berlin kommt.