Der französische Präsident Emmanuel Macron rechnet nach eigenen Angaben mit einer Niederlage der Terrormiliz "Islamischer Staat" in Syrien bis Mitte Februar. Die irakischen Behörden hätten den IS diesen Monat für besiegt erklärt, erwähnte Macron in einem Interview des Fernsehsenders France 2, das am Sonntag ausgestrahlt wurde. "Ich denke, bis Mitte Februar werden wir in Syrien gewonnen haben. Baschar al-Assad wird dort sein", sagte Macron über den syrischen Präsidenten.

"Wir können nicht sagen, dass wir nicht mit seinen (Assads) Vertretern sprechen werden", sagte Macron in dem Interview, das fünf Tage zuvor aufgenommen worden war. Frankreich gehe es darum, "Frieden zu gewinnen". In Syrien sollten "alle Minderheiten" geschützt sein. Assad und seine Vertreter müssten sich letztendlich "für ihre Verbrechen" vor dem syrischen Volk und den internationalen Justizbehörden verantworten, sagte Macron.

Der irakische Regierungschef Haider al-Abadi hatte bereits vor zwei Wochen den Krieg gegen die IS-Terrormiliz in seinem Land für beendet erklärt. Der Irak sei "vollständig befreit", sagte der Ministerpräsident. Die gesamte Grenze zum Nachbarland Syrien sei unter der Kontrolle irakischer Streitkräfte.

Auf dem Höhepunkt seiner Macht herrschte der IS in weiten Gebieten Syriens und des Irak. Dort rief die Extremistenmiliz 2014 ein Kalifat aus. Im Kampf gegen den IS wurde die syrische Armee vom Iran und Russland unterstützt. Gegen den IS kämpft auch eine rivalisierende Allianz unter Führung der USA. Dazu gehören kurdische und arabische Milizen.