Die Ergebnisse bei der Kongress-Nachwahl im US-Staat Pennsylvania sind zunächst zu knapp für eine direkte Bestimmung eines Siegers ausgefallen. Nach der Auszählung aller Stimmabgaben im 18. Wahldistrikt lag der Demokrat Conor Lamb lediglich mit 579 Stimmen vor dem Republikaner Rick Saccone – das entspricht 0,2 Prozentpunkten. Das Endergebnis wird deswegen erst im Verlauf des Mittwochs feststehen, laut dem Fernsehsender CNN müssen noch knapp 1.400 Briefwahlstimmen ausgezählt werden.

Lamb erklärte sich dennoch öffentlich zum Wahlsieger. "Wir haben es geschafft", sagte der 33-Jährige in einer Videobotschaft. Sein Kontrahent Saccone wollte eine Niederlage nicht eingestehen. "Der Kampf sei noch nicht vorbei", sagte er. "Den ganzen Weg, bis zum Ende, werden wir nicht aufgeben."

Die Abstimmung im 18. Wahldistrikt von Pennsylvania hat landesweite Bedeutung: Im November stehen die US-Kongresswahlen an, bei denen die Republikaner ihre Mehrheit im Kongress verteidigen wollen. Die Wahl in Pennsylvania galt daher als Stimmungstest.

US-Präsident Donald Trump hatte Saccone unterstützt. Er war zweimal vor Ort aufgetreten und hatte sich auch über Twitter für den Republikaner eingesetzt. Der Bezirk ist seit Jahren fest in der Hand der Konservativen. Trump hatte dort bei der Präsidentschaftswahl 2016 einen Vorsprung von fast 20 Prozentpunkten erzielt.

Der Demokrat Lamb, ein Ex-Marine und früherer Staatsanwalt, hatte im Wahlkampf vergleichsweise konservative Positionen bezogen. Lambs starkes Abschneiden könnte im Wahljahr andere Demokraten ermutigen, eine ähnliche Strategie zu verfolgen.

Pennsylvania - Enges Rennen im Rustbelt Umfragen sagen für die Wahl um einen Sitz im Repräsentantenhaus ein knappes Ergebnis voraus. Die Republikaner könnten den Sitz an den Demokraten Conor Lamb verlieren. © Foto: Drew Angerer/Getty Images