Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN) hat erstmals Hunger als Methode der Kriegsführung verurteilt. Der Beschluss wurde am Donnerstag einstimmig verabschiedet und soll die Verbindung zwischen Konflikten und Hunger verdeutlichen.

Der UN-Sicherheitsrat rief alle weltweit in Konflikten und Kriegen stehenden Parteien auf, Angriffe auf Landwirtschaftsbetriebe, Wassersysteme oder andere Anlagen zur Herstellung oder zum Transport von Lebensmitteln zu stoppen. Internationale Gesetze müssten befolgt werden, hieß es in dem Beschluss (PDF).

Lise Gregoire-van Haaren, stellvertretende UN-Botschafterin der Niederlande, bezeichnete die Resolution als Meilenstein. Sie sei ein wichtiger Schritt "Hunger als Methode der Kriegsführung zu einem Verbrechen der Vergangenheit" zu machen.

Laut Welternährungsprogramm waren im März dieses Jahres weltweit 108 von 124 Millionen Menschen, die Konflikten leben, verheerender Mangelernährung ausgesetzt.