Kaum ein Thema haben Union und SPD so intensiv verhandelt wie den Familiennachzug von Flüchtlingen. Nun tritt das neue Gesetz in Kraft: Künftig dürfen Flüchtlinge wieder ihre Ehepartner und Kinder zu sich holen; allerdings maximal tausend Personen pro Monat. Wie vielen das tatsächlich gelingt, ist unklar. Dem Auswärtigen Amt lagen bereits im Juni 26.000 Terminvereinbarungen vor. Ein komplexes Verfahren soll die Auswahl der Berechtigten steuern. Angelika Finkenwirth, Politikredakteurin bei ZEIT ONLINE, erklärt die Bedingungen und wie die Nachbarländer den Familiennachzug regeln.

Die Migrationsforscherin Naika Foroutan regte viele Menschen vor einigen Monaten schon mit der These zum Nachdenken an, Migranten seien wie Ostdeutsche. Jetzt hat sie dem Tagesspiegel ein Interview gegeben, in dem sie sagt, wir befänden uns in einer "präfaschistischen Phase" – also kurz vor einem neuen Faschismus. Über diese Einschätzung sprechen wir mit Kulturredakteur Tobias Haberkorn.

Außerdem empfehlen wir bei dieser Hitze kleine Anekdoten unserer Korrespondenten aus Senegal, Italien und Brasilien. Sie beschreiben, wie heiße Länder damit umgehen.

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