Mit Antiflüchtlingsrhetorik hatte Matteo Salvini Wahlkampf gemacht, nun im Amt des italienischen Innenministers setzt er sie in Politik um. Schiffe von Hilfsorganisationen, die Flüchtlinge aus dem Mittelmeer retten, dürfen neuerdings nicht mehr an italienischen Häfen anlegen. Tagelang musste zum Beispiel die Aquarius der Organisation Ärzte ohne Grenzen ausharren, bis sie schließlich in Spanien einen Hafen fand. Auch am Mittwoch ist wieder ein Schiff dort angekommen, das Italien zuvor abgewiesen hatte. Die Open Arms mit 60 Flüchtlingen an Bord lief in den Hafen von Barcelona ein. Für ZEIT ONLINE hat Julia Macher diesen Moment beobachtet, sie schildert die Ankunft der Flüchtlinge. Und sie erklärt, warum Spanien im Vergleich zu Italien flüchtlingsfreundlich eingestellt ist.

Mitgliederschwund und Tarifflucht: Immer wieder heißt es, der Einfluss der Gewerkschaften sinke. Doch bei einem Konzern scheint es umgekehrt. Da ist der Betriebsratsvorsitzende so mächtig, dass er den Vorstandschef rauskegeln kann. Bei Volkswagen hat sich der gelernte Bandarbeiter Bernd Osterloh über die Jahre eine erstaunliche Machtbasis erarbeitet – und ein so hohes Gehalt, dass sich sogar die Staatsanwaltschaft dafür interessiert. Claas Tatje, Wirtschaftsredakteur bei der ZEIT, hat Osterloh ein halbes Jahr lang begleitet. Er beschreibt Osterlohs Machtfülle und spricht darüber, wie plausibel es ist, dass ein so vernetzter VW-Mann nichts von den Abgasmanipulationen wusste.

Außerdem: Hochzeit mit einem Krokodil.