Bei der demokratischen Vorwahl für das New Yorker Gouverneursamt hat sich Amtsinhaber Andrew Cuomo gegen die Schauspielerin Cynthia Nixon durchgesetzt. Nixon spielte bis vor 15 Jahren die zynische Anwältin Miranda Hobbes in der Fernsehserie Sex and the City. Die 52-Jährige, die liberale Ansichten vertritt, unterlag Cuomo, der nun für eine dritte Amtszeit kandidieren kann. Bei der Wahl im November wird er gegen den Republikaner Marc Molinaro und die Unabhängige Stephanie Miner antreten.

Im Wahlkampf hatte Nixon dem New Yorker Gouverneur unter anderem vorgeworfen, inkompetent und möglicherweise auch korrupt zu sein. Sie begründete das mit dem Schuldspruch gegen einen früheren Topberater Cuomos wegen Bestechung. Der Amtsinhaber sagte darauf, sie sei politisch unerfahren und lebe in einer fiktiven Welt.

Cuomos Wahlkampf prägte eine Kampagne, die Nixons Unterstützung für das jüdische Volk anzweifelte. Die Schauspielerin hat zwei jüdische Kinder und verurteilte den Angriff als "schäbig". Die gebürtige New Yorkerin ist keine Unbekannte in der Politiklandschaft. Mit ihrer heutigen Ehefrau, der Aktivistin Christine Marinoni, setzte sich Nixon für mehr Fördermittel in den öffentlichen Schulen von New York City ein. Zu ihren Themen gehören außerdem Abtreibungsrechte, die Rechte von Homosexuellen und die Legalisierung von Marihuana. Sie spricht sich auch dafür aus, Steuern für Reiche erhöhen zu wollen.   

Nach Bekanntgabe der Ergebnisse sagte Nixon, sie habe Cuomo zu seinem Sieg gratuliert. Cuomo selbst war bei einer Wahlparty in Manhattan erwartet worden, entschied sich laut einer Sprecherin aber dafür, zu Hause bei seiner Familie zu bleiben.

Unter den 50 Gouverneuren in den Vereinigten Staaten sind nur sechs Frauen, vier dieser sechs Frauen sind Republikanerinnen.