Kanzlerin Angela Merkel, Innenminister Horst Seehofer und SPD-Chefin Andrea Nahles haben entschieden: Hans-Georg Maaßen wird an der Spitze des Bundesamts für Verfassungsschutz abgelöst und zum Staatssekretär im Innenministerium befördert.

Dabei hätte die Affäre um Maaßen auch ganz anders ausgehen können. Er selbst hätte sein Amt als Verfassungsschutzpräsident zur Verfügung stellen können. Innenminister Horst Seehofer hätte ihn entlassen können. Oder ihm einen anderen Posten ohne finanzielle Besserstellung verschaffen können. Nun wird Maaßen im Innenministerium den Bereich Sicherheit mit den Themen Bundespolizei, Cybersicherheit und öffentliche Sicherheit verantworten.

Die Beförderung sorgt für großen Unmut in der SPD – auch wenn Parteichefin Andrea Nahles sie mitgetragen hat. "Die SPD hätte sich andere Lösungen vorstellen können," sagt etwa der Hamburger SPD-Politiker Johannes Kahrs. Auch andere Vertreter der Partei zeigen sich verärgert: Der Bundestagsabgeordnete Florian Post bezeichnete die Einigung als einen "Witz", der stellvertretende SPD-Vorsitzende Ralf Stegner nannte sie sogar eine "gravierende Fehlentscheidung".

Wie geht es Ihnen mit dieser Entscheidung, liebe Mitglieder und Wählerinnen der SPD? Hat Ihre Partei schon wieder verloren? Oder war dieser Koalitionskompromiss notwendig, um keine Regierungskrise entstehen zu lassen?  

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