Als US-Präsident Donald Trump im vergangenen Jahr ankündigte, Bodentruppen aus Syrien abzuziehen, stieß er auf einhellige Kritik. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" sei noch nicht endgültig besiegt, und die Kurden im Norden des Landes bräuchten im Anti-IS-Kampf weitere Unterstützung. Diese Kritik kam auch aus Deutschland, Trump setzte die Ankündigung schließlich nur teilweise um. Doch nun verlangt die US-Regierung auch von Deutschland, Bodentruppen nach Syrien zu entsenden, um die eigenen Soldaten teilweise zu ersetzen. Bisher sind Bundeswehrsoldaten nur von Jordanien aus mit Tornados an der Anti-IS-Koalition in der Region beteiligt. Die Absage für Bodentruppen aus Berlin kam schnell – sowohl die schwarz-rote Koalition als auch viele Oppositionspolitiker lehnten das ab. Ist das glaubwürdig – und sinnvoll? Das ordnet Jörg Lau, Außenpolitikexperte der ZEIT, ein. Und ist es nicht eigentlich ganz vernünftig, Trump, mit dem die Deutschen ja in Handelsfragen und der Klimaschutzpolitik im Streit liegen, auch außenpolitisch die Stirn zu bieten?

Seit mehreren Monaten schon streiken Schülerinnen und Schüler jeden Freitag fürs Klima. In Nordrhein-Westfalen, wo jetzt die Sommerferien beginnen, traten sie sogar eine Woche in den Ausstand. Was haben die Fridays-for-Future-Proteste gebracht – reicht das den Schülerinnen und Schülern, oder machen sie nach den großen Ferien weiter? ZEIT-Chancen-Redakteurin Jeannette Otto erzählt von einem Streitgespräch, das sie mit einer Schulleiterin aus Bochum und dem hessischen Kultusminister Alexander Lorz geführt hat, der auch Präsident der Kultusministerkonferenz ist. Eine wichtige Frage: Kommen Bußgelder als Strafe fürs Schuleschwänzen?

Und sonst so? Warum gerade ein zehn Jahre alter Baden-Württemberg-Sticker viral geht.

Mitarbeit: Johann Stephanowitz, Anne Schwedt
Moderation: Rita Lauter

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