Er ist der bisher prominenteste Bewerber für den SPD-Vorsitz: Zusammen mit der Energieexpertin Nina Scheer will Karl Lauterbach beim Parteitag im Dezember für die Nachfolge von Andrea Nahles kandidieren, die kurz nach der Europawahl überraschend zurückgetreten war. Konkurrenz hat er bislang nur von der einstigen Familienministerin in Nordrhein-Westfalen, Christina Kampmann, und Europa-Staatsminister Michael Roth. Karl Lauterbach ist bisher vor allem als Gesundheitsexperte bekannt, sein optisches Markenzeichen ist seine Fliege. Doch reicht das für den Parteivorsitz – und was würde es für die große Koalition bedeuten, deren Vertrag Lauterbach mitverhandelt hat, die er aber jetzt lieber verlassen würde? Das ordnet Tina Hildebrandt aus dem Hauptstadtbüro der ZEIT ein – und schätzt ein, ob nicht doch noch prominentere SPD-Politiker ihren Hut in den Ring werfen werden.

Naturheilkunde, das klingt sanft, schonend und irgendwie verträglicher als die sogenannte Schulmedizin. Doch jetzt steht eines der beliebtesten Arzneimittel, das aus Kräutern besteht, in der Kritik: Das Magenmittel Iberogast, das der Bayer-Konzern vertreibt. Es enthält Schöllkraut, das wohl in hoher Dosierung Leberschäden verursachen könnte. Laut einem Medienbericht ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen eines Todesfalls nach der Einnahme des Mittels, die Staatsanwaltschaft selbst will sich auf Anfrage von ZEIT ONLINE nicht dazu äußern. Schon 2008 verlangte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, die Risiken von Schöllkraut in der Packungsbeilage kenntlich zu machen – erst vor einem Jahr hat Bayer reagiert. Wie kann das sein? Mediziner und ZEIT-ONLINE-Wissensredakteur Jakob Simmank spricht über die Risiken pflanzlicher Arzneimittel.

Und sonst so? Generationen von Kindern kannten ihre Stimme: Minnie-Maus-Sprecherin Russi Taylor ist tot.

Mitarbeit: Alexander Eydlin und Christina Felschen
Moderation: Rita Lauter

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