Die Wahl für das Moskauer Stadtparlament am 8. September schien für Präsident Wladimir Putin zunächst ein Selbstläufer zu werden. Doch der Ausschluss von zahlreichen unabhängigen Kandidaten hat die Bevölkerung verärgert. Trotz Versammlungsverboten sind in den vergangenen Wochen Zehntausende Demonstranten für freie Wahlen auf die Straße gegangen. Es kam zu Polizeigewalt und über 2.000 Festnahmen. Auch für morgen ist eine Großdemonstration in Moskau angekündigt – diesmal haben die Behörden sie genehmigt. Die Demonstranten wollen die Zulassung der Oppositionellen zu den Wahlen erreichen. Oder geht es um mehr? Mit den Protesten gegen Putins unpopuläre Rentenreform, die umstrittene Verhaftung des Journalisten Iwan Golunow und Spekulationen um eine mögliche Vergiftung des Oppositionellen Alexej Nawalny scheint das Vertrauen der Moskauer Bevölkerung in Putins Regierungsführung beschädigt. ZEIT-Korrespondentin Alice Bota ist in Moskau und berichtet von den größten Protesten seit sieben Jahren.

Der Weltklimarat IPCC hat abermals bestätigt: Fleischkonsum ist schlecht fürs Klima. 25 Prozent der weltweiten Treibhausgase stammen aus intensiver Landwirtschaft, 80 Prozent der bewirtschafteten Fläche werden für Fleischproduktion genutzt. Die Folgen: Klimaerwärmung, ausgezehrte Böden, Zerstörung von Wäldern. Doch Fleisch ist billig – zu billig? Aber bei höheren Steuern auf Fleischprodukte bemühen sich hierzulande sogar Spitzengrüne um Vorsicht; andererseits ist die große Empörung wie einst beim Veggieday-Vorstoß der Grünen ausgeblieben. Moderatorin Rita Lauter bespricht mit ZEIT-Redakteurin Christiane Grefe, ob sich die gesellschaftliche Stimmung gedreht hat – und ob höhere Steuern auf Fleisch realistisch sind. 

Und sonst so? Um Whiskysorten zu unterscheiden, braucht man eine feine Zunge. Oder eine künstliche. 

Mitarbeit: Alexander Eydlin, Mathias Peer
Moderation: Rita Lauter

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