Cum-Ex gilt als der größte Steuerraub der deutschen Geschichte. Beim Aktienhandel mit ("cum") und ohne ("ex") Dividende haben sich Händler eine nur einmal gezahlte Kapitalertragssteuer mehrfach erstatten lassen und europäische Staatskassen um Milliardeneinnahmen betrogen. Die Staatsanwaltschaft geht von 33 Fällen besonders schwerer Steuerhinterziehung aus. Insgesamt sollen mindestens 55,2 Milliarden Euro aus den Steuerkassen Deutschlands und weiterer europäischer Länder verschwunden sein. Ein Recherchekollektiv europäischer Medien, unter anderem auch von ZEIT ONLINE, hatte die Cum-Ex-Files öffentlich gemacht. In Bonn müssen sich nun zwei Hauptbeschuldigte vor Gericht verantworten. Wie genau die Betrugsmasche funktioniert hat und wer nun vor Gericht steht, erklärt der Leiter des Investigativressorts von ZEIT ONLINE, Karsten Polke-Majewski.

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson will das Parlament bis kurz vor dem geplanten EU-Austritt am 31. Oktober in eine Zwangspause schicken. Damit will er einen Gesetzesentwurf der Opposition verhindern, der den Brexit um drei Monate verzögern soll. Sollte das Unterhaus für den Entwurf stimmen, drohen Neuwahlen. Es ist völlig unklar, wem diese etwas bringen sollen, doch auch eine Fristverlängerung würde das Dilemma wohl nur aufschieben, nicht aber abwenden. In London hat mal wieder eine entscheidende Woche begonnen. Wieso sogar Mitglieder seiner eigenen Partei gegen den Ministerpräsidenten votieren wollen, ordnet Bettina Schulz ein, die für DIE ZEIT und ZEIT ONLINE aus Großbritannien berichtet.

Und sonst so? Warum Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder bald Zwangshaft drohen könnte.

Mitarbeit: Jona Spreter
Moderation: Fabian Scheler


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