Über Jahre hatten Andreas V. und Mario S. Kinder und Jugendliche auf einem Campingplatz im nordrhein-westfälischen Lügde sexuell missbraucht. Für den hundertfachen Missbrauch müssen die zwei Haupttäter lange ins Gefängnis, danach sollen sie in Sicherheitsverwahrung bleiben – möglicherweise ein Leben lang. So lange könnte auch das Trauma der missbrauchten Kinder und Jugendlichen anhalten. Die über 30 Opfer waren alle minderjährig, die jüngsten nach Angaben der Staatsanwaltschaft im Kindergartenalter. Wie geht ein Mensch in so jungem Alter mit einer solchen Gewalttat um, wie kann bei der Verarbeitung des Geschehenen geholfen werden – und was muss sich in der Präventionsarbeit ändern? Das erklärt Melanie Büttner, Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und Sexualtherapeutin am Universitätsklinikum rechts der Isar in München.

Die riesigen Brände im Amazonasregenwald beschäftigen die Weltpolitik. Nachdem das Klimaproblem beim G7-Gipfel kurzfristig auf die Agenda gesetzt wurde, treffen sich nun die Vertreter der Amazonasstaaten in Kolumbien. Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro nimmt aus gesundheitlichen Gründen nicht teil. Er gilt als Freund der Agrarlobby, welche von neuen freien Flächen zum Anbau von Soja im Amazonasgebiet profitiert. Zieht er an einem Strang mit Evo Morales, Boliviens linksgerichtetem indigenen Präsidenten? Können sich die beteiligten Länder auf eine Lösung einigen – und wie nachhaltig könnte sie sein? Was Verbraucherinnen und Verbraucher in Europa zum Schutz des Regenwaldes tun können, erklärt Thomas Fischermann, Korrespondent der ZEIT in Südamerika.

Und sonst so? Wie gefährlich sind Harry-Potter-Bücher für katholische Schüler?

Moderation: Rita Lauter
Mitarbeit: Katharina Heflik, Mathias Peer

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