Historisch schlechte Wahlergebnisse und noch schlechtere Umfragewerte: Die SPD hat zu kämpfen, vor allem mit sich selbst. Und die Bürgerinnen und Bürger vertrauen offenbar nicht darauf, dass der Partei da noch Zeit für die Lösung von Problemen wie Klimaschutz oder Pflegenotstand bleibt. Zurzeit sind die Sozialdemokraten auf einer langwierigen Suche nach einem Spitzenduo, sieben Kandidatenpaare sind noch im Rennen um den Parteivorsitz. Sie stellen sich auf 23 Regionalkonferenzen vor, inzwischen haben sie mehr als die Hälfte bereits absolviert. Lisa Caspari aus der Politik-Ressortleitung von ZEIT ONLINE war beim Auftakt im Saarland und jetzt auch in Berlin dabei. Sie sortiert, für welche Inhalte – neben der Positionierung zur umstrittenen großen Koalition mit der Union im Bund – die Kandidaten und Kandidatinnen stehen, wer die meisten kritischen Fragen bekommt – und wieso die meisten Bewerberduos so wenig mit dem Thema Klimaschutz anfangen zu können scheinen.

Lehrermangel, Inflation von Einser-Abis, der schlechte Zustand vieler Schulen: Deutschlands Selbstverständnis als Bildungsrepublik, die Bundeskanzlerin Angela Merkel vor mehr als zehn Jahren ausgerufen hat, ist ganz schön angekratzt. Da überrascht eine internationale Studie vom Times Higher Education Ranking: Deutschland sei auf dem besten Wege, Europas Wissenschaftsnation Nummer eins zu werden. Exzellenz-Initiative oder breites Angebot an Institutionen: Manuel Hartung, Leiter des Wissens-Ressorts der ZEIT, analysiert, wie die deutsche Wissenschaftspolitik das geschafft hat, welche Rolle der Brexit dabei spielt – und warum trotzdem der Bildungsetat gekürzt wurde.

Und sonst so? Viele, viele Grüße und auf Wiederhören, bitte!

Mitarbeit: Andrea Buhtz, Anne Schwedt
Moderation: Rita Lauter

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