Die Jusos sind unter Kevin Kühnert der eigentliche Linksflügel der SPD, der Grünen Jugend ist die Annäherung ihrer Partei an die CDU in Brandenburg suspekt und die Jungen Liberalen mobilisieren für ein freies Internet – die Nachwuchsorganisationen geben sich meist moderner als ihre Mutterparteien. Die Junge Union jedoch geht einen anderen Weg. In vielen Fragen ist sie der rechtskonservativen Werteunion näher als der liberaleren CDU von Kanzlerin Angela Merkel und Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer. Und mit ihren mehr als 100.000 Mitgliedern ist sie ein Machtfaktor. Auf ihrem Deutschlandtag will sie über eine Urwahl des Kanzlerkandidaten abstimmen – ein unverblümtes Misstrauensvotum an die angeschlagene Parteivorsitzende AKK. Denn normalerweise hat der oder die Parteivorsitzende in der CDU das Zugriffsrecht.  ZEIT-ONLINE-Politikredakteur Ferdinand Otto ordnet ein, wie aussichtsreich diese Provokation der Jungen Union ist – und ob sich AKK wirklich fürchten muss.

Polens nationalkonservative Regierung wird in vielen EU-Staaten kritisch betrachtet. Vielen ist die nationalistische und antiliberale Rhetorik der PiS-Partei und ihres Vorsitzenden Jarosław Kaczyński ebenso suspekt wie die Zwangspensionierungen von Richtern und die Ablehnung europäischer Wertvorstellungen. Und obwohl Polen wirtschaftlich zu den größten Profiteuren der EU gehört, können die EU-Skeptiker bei der Parlamentswahl am Sonntag auf die absolute Mehrheit hoffen. Ulrich Krökel begleitet die Wahl für ZEIT ONLINE und erklärt, warum die Partei so populär ist und was ein Wahlsieg für die Beziehung Polens zu Deutschland und der EU bedeuten würde.

Und sonst so? Tourismusmagnet der besonderen Art – Besuch nur im Schutzanzug!

Mitarbeit: Alexander Eydlin
Moderation: Rita Lauter

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