Der Hansaplatz in Hamburg, der Ebertplatz in Köln – oder am bekanntesten vermutlich der Görlitzer Park in Berlin-Kreuzberg: Diese Gegenden sind berüchtigt für Drogenhandel und Gewalt. Im "Görli" sind die Gewalttaten bis zum Sommer im Vergleich zum Vorjahr um das Doppelte angestiegen. Vor allem wegen Revierstreitigkeiten zwischen den Dealern müsse die Polizei immer häufiger anrücken, sagte die grüne Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann. Anwohnerinnen und Anwohner als auch die Opposition werfen der Polizei und Politik in Berlin vor, die Lage nicht im Griff zu haben. Die Laissez-faire-Politik von Rot-Rot-Grün scheint genauso machtlos im Kampf gegen Drogenkriminalität zu sein wie die frühere Nulltoleranzpolitik der CDU, meint Frida Thurm, Gesellschaftsredakteurin bei ZEIT ONLINE. Sie plädiert dafür, auch harte Drogen zu legalisieren.

Mein Körper, meine Regeln, heißt es oft. Doch die Debatten rund um Sterbehilfe, Fortpflanzungsmedizin und Organspende zeigen, dass Dinge, die den menschlichen Körper betreffen, auch staatlichen Regelungen unterliegen. Schon in den 1970er-Jahren wurde in der Debatte über die Legalität von Schwangerschaftsabbrüchen die Frage gestellt, welchen Zugriff eine Gesellschaft auf den Körper der oder des Einzelnen haben sollte. Nun wird die Frage erneut aufgeworfen, etwa wenn es darum geht, biometrische Daten zu erheben. Wie weit geht das Bestimmungsrecht des Staates über den Körper seiner Bürgerinnen und Bürger? Darüber hat Gero von Randow in der neuen Ausgabe der ZEIT geschrieben. Im Podcast sagt der Politikredakteur, warum er den Slogan "Mein Körper gehört mir" für naiv hält, erklärt, warum so häufig der weibliche Körper Kampfplatz der Debatten ist – und kritisiert den Einfluss der Kirchen in Diskussionen über Körperthemen in Deutschland.  

Und sonst so? Wie ein smarter Blindenstock Millionen Menschen den Alltag erleichtern soll.

Moderation: Rita Lauter
Mitarbeit: Sophia Hofer, Anne Schwedt

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